Bücher zur Kreuzfahrt – Romane, Krimis, Thriller

Was ist naheliegender als auf Kreuzfahrt zum thematisch passenden Buch zu greifen! Aber auch zur Steigerung der Vorfreude bietet sich natürlich Lektüre mit passenden Schwerpunkt an.

Ich stelle Euch eine bunte Mischung der von mir gelesenen Bücher vor.
Wenn Ihr auf die Bilder klickt, gelangt Ihr direkt zur Amazonbeschreibung der jeweiligen Bücher.
Passagier 23 ist seit Erscheinung zum Klassiker für Seereisende geworden. Es ist ein typischer Fitzek und man muss schon ein Faible für seinen kruden und relativ stereotyp gezeichneten Charaktäre haben.
Als erklärter Fitzek-Fan haben mich schnelles Tempo, großartige Spannungsbögen und immer wieder unerwartete Wendungen begeistert.
Fitzek nimmt in seinen Beschreibungen kein Blatt vor den Mund. Das ist manchmal grausam und bringt mich sensibles Gemüt schon ordentlich in Gänsehaut- und Gruselstimmung.
Wer das Buch tatsächlich auf Kreuzfahrt liest, der plant es am besten für einen Seetag ein. Man legt diesen Page-Turner nämlich nur schwer aus der Hand. Aber auch zum Schüren einer ganz besonderen Art der Vorfreude ist dieses Buch sicher kein Fehlgriff.
Ich habe es mir übrigens nicht nehmen lassen, mal bei den Schiffsoffizieren nachzufragen, ob es Passagier 23 tatsächlich gibt und ob Menschen auf Schiffen verschwinden. Und ich bin mir sicher, die Lektüre wird noch mehr Fragen aufwerfen, die der geneigte Kreuzfahrer das nächste mal bei der Kapitänsfragestunde anbringen möchte!

Mord an Bord war für mich leider ein Fehlkauf. Es scheint, der Erzählstil von Hera Lind liegt mir nicht. Eine junge Kirchenmusikerin wirft an Bord alle Konventionen über selbiges und verstrickt sich in diverse Liebesabenteuer. Der Alkohol fließt und es wird hemmungslos über Leichen gestiegen. Die Charaktäre habe ich am dimensionslos empfunden, bei der Erzählweise schwanke ich in der Interpretation zwischen „erzwungen lustig“ und „möchtegern zynisch“.

Nun ist Literatur ja immer Geschmackssache und wer z.B Fitzek ganz grausig findet, liebt vielleicht stattdessen die umkomplizierte Kurzweiligkeit von Lind.